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Aktuelles: 22. Dezember 2025

„Wir können sterbenden Menschen anders begegnen, nicht als Problemfälle, sondern als Reisende, die an einem Punkt angekommen sind, den wir alle irgendwann erreichen. Wir können begreifen, dass unsere Angst vor dem Tod in Wahrheit eine Angst vor dem Leben ist – vor der Intensität, der Unkontrollierbarkeit, der Vergänglichkeit von allem, was wir lieben. Den Tod zu integrieren bedeutet, ihn nicht als Gegensatz zum Leben zu betrachten, sondern als sein tiefstes Fundament. Es bedeutet, sich in den Kreisläufen der Natur wiederzuerkennen – im Kommen und Gehen der Jahreszeiten, im Vergehen und Entstehen, im Loslassen und Wiederfinden. Wir müssen lernen, mit beiden Beinen in der Endlichkeit zu stehen und genau darin die größte Freiheit zu finden. Lass uns Howard Thurmans Worten folgen: ‚Frag dich nicht, was die Welt braucht. Frag dich, was dich lebendig macht, und geh los und tu das.‘ Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir lebendig – und genau das ist es, was die Welt braucht: Menschen, die wirklich leben.“

 

aus dem Buch von Emilia Roig: Lieber Sohn oder So rettest du die Welt. Oktober 2025.